Komaleser

Sie lesen bis zur Besinnungslosigkeit – die ungebremste Sucht nach immer neuer Lektüre ist zahlenmäßig noch nicht erfasst, dürfte aber verbreiteter sein als das Wurstkoma. Der Übergang vom Rausch- zum Komalesen ist meist fließend und wird vom Betroffenen nicht mehr wahrgenommen. Erkannte man Komaleser einst an den abgenutzten und von Druckfarbe geschwärzten Fingerspitzen, so verschwinden diese äußere Zeichen analog zur Verbreitung von eBooks. Komaleser trifft man vor allem in Bibliotheken, in schummrigen Sofaecken von Literaturdealern oder bei öffentlichen Lesungen von Suchtmittelproduzenten an. Zwangshaftes Lesen ist derzeit noch nicht therapierbar.

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