Flutopfer-brot

WOCHEN:WORT 25/13

Eigentlich sollte man sich über das Leid seiner Mitmenschen nicht lustig machen. Das soll auch hier nicht geschehen.

Doch so manches, was im Rahmen schlimmster Ereignisse passiert, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Zum Beispiel das „Flutopfer-brot“ eines regionalen Bäckers. Eine ehrenvolle Sache, denn jedes verkaufte Brot bedeutet eine kleine Spende. So weit, so gut. Abgesehen von der eigenwilligen Schreibweise schwimmt dann aber der Gedanke an weitere Spendenaktionen auf, an die Flutopfer-wurst, das Flutopfer-bier oder Flutopfer-nutella. Die Abwege sind programmiert: Sollte das „Flutopfer-brot“ überhaupt verzehrt werden? Oder sollte es nicht – wie der Name suggeriert – den Wassermassen als Opfer dargebracht werden? Massenweise abgeworfen in die Fluten, auf schwächelnde Deiche, in Bigpacks, als Sandsackersatz gar? Schwimmt das Brot womöglich? Versinkt es sogleich? Und ist es nachher immer noch als Stullenmaterial geeignet?

Das Flutopfer-brot könnte womöglich den Hochwaserschutz revolutionieren. Made im Ländle. Und das ischd doch ätwaaas.

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